Bahnhofsdach

Beim Berliner Hauptbahnhof wurde damals das Dach nicht in voller Länge gebaut.
Angeblich um den Fertigstellungstermin vor der WM2006 halten zu können, auch Kostenersparnis soll ein Grund gewesen sein, dabei waren die Teile bereits massgefertigt und wurden halt eingelagert. Viel wurde im Endeffekt nicht gespart.
Es gab auch einen Prozess zwischen Architekt und Bahnchef. Auf das Urheberrecht (Eingriff in den Entwurf) hat Hr. Gerkan trotz Prozessgewinn aber nicht gepocht, dafür durfte er die Umgestaltung planen.

Irgendwann hat man festgestellt, daß das Dach zu kurz ist (oh Wunder), und die Fahrgäste der ersten Klasse im Regen stehen müssten (zum Glück sind die Waggons der ersten Klasse immer vorne, sonst hätte es wahrscheinlich eh keinen gekratzt) und eine Untersuchung gestartet, was man denn machen könne.

Jetzt soll beschlossen werden, das Dach doch zu verlängern: kostet mehr als 50 Mio Euro, 16 davon alleine für die Reorganisation des Fahrplans wegen der abzusehenden Sperre der oberen Gleise.

Warum nicht gleich? Zum Glück hat die Vernunft gesiegt, wird aber nicht so ablaufen, daß die Kosten dann der Bahnchef trägt. Mehdorns Image kann eh nix mehr schaden, denn ist erst der Ruf ruiniert, entscheidets sich völlig ungeniert.

Ich hoffe nur, daß uns sowas beim Wiener Hauptbahnhof erspart bleibt. Zum Glück fangen sie ja auch nach der EM an. Aber irgendwelche Gschichtln werden schon kommen, wär aber schön, wenn wirs mal wieder reibungslos hinkriegen.

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