Moli und Evernote oder Flock und Weave?

Moli ist jetzt in deutsch online gegangen. Ein weiteres Portal um sich darzustellen, sich auszutauschen, die Zeit zu vertrödeln?

Bei Moli kann man verschiedene Profile anlegen, z.B. ein öffentliches (für Bewerbungen zum Beispiel), eines für die Freizeit und eins für Familiäres. Die möglichen Profiltypen: Social, Family, Business, Professional, Custom. Bei jedem Typ gibts einen Link „What’s this“, der in englisch beschreibt, wofür das gut sein soll. Ich dachte, Moli ist in deutsch erschienen? Das gewählte Profil kann man dann noch auf „Public“, „Private“ oder „Hidden“ setzen.

Ärgerlich ist: beim Aufruf des „Control Panels“ kommt jedesmal ein Fensterchen mit „Moli Tool Tips“ durchgehend in Englisch, wenn das nicht so vordergründig wäre, liesse ich mich erinnern, so nervts und ich schalte das jetzt aus (und werde vermutlich nie die gewünschten Dinge machen).

Bevor ich mich da zu sehr reinstürze und versuche, doch etwas Überblick zu bekommen gleich ein Fazit: Moli erinnert mich stark an Myspace (Seite recht voll) und Facebook (detto und einige „Tools“ zum Einbinden -> Kalender etc. gratis, gegen 4 USD gibts einen Webshop).

Evernoteist ein Notizblock oder besser eine „Daweu“-Lade für den Computer, wo alles mehr oder weniger einfach reingeschoben und auch online gespeichert/abgeglichen werden kann. Das geht in verschiedenen „Notebooks“, die ich auch publizieren kann. Damit könnte ich auch (zumindest 40MB lang) Sammlungen zu einem Thema veröffentlichen. Interessant ist, daß ich per Mail auch was in meine Notebooks schicken kann, demnächst auch per Handy.

Ein zweites Hirn? Ich orte Abhängigkeitspotential, vermutlich hab ichs deswegen schon seit Monaten nur heruntergeladen und nicht installiert. Ich werde noch einen Anlauf wagen. Immer noch auf der Suche, die vielen Gedanken schnell loszuwerden und gesammelt wiederzufinden um sie dann gezielt verarbeiten zu können. Ob ich die dann einem Webservice anvertrauen will, bin ich mir nocht nicht sicher. Würde mich nicht wundern, wenn Evernote irgendwann in Google „eingemeindet“ wird.

Meinung:
Profile kann ich mir auch so verschiedene anlegen und die dann nur in meinem Browser auseinanderhalten. Ob mir da Moli was leichter macht, muß ich mir noch anschauen.

Interessant fände ich, alle meine Kontakte zu gruppieren („Freunderl und Bekannte“) und dann gruppenweise oder auch gezielt Leseberechtigungen für meine Webbeiträge zu erteilen (das meiste sicher auf „öffentlich“, will mich ja präsentieren). Das geht dahin, daß ich meine Bilder, Videos, Gedanken, Termine, aktuelle Positionen lieber an einer Stelle speichere und bei flickr, lastfm, plazes und Konsorten dann nur nach Bedarf eine Kopie freischalte (wenn ich die Öffentlichkeit dort nützen will), wenn private Profile bei einem Webservice möglich sind mit dem Profil, das genau die gewünschte Usergruppe umfasst (sofern die natürlich dort angemeldet sind). Geht ansatzweise mit Flock einem Firefox-Ableger für Blogger. Interessant ist dazu das Mozilla Projekt „Weave“.

Ich kann mir gut vorstellen, daß es in diese Richtung geht, wenn ich mir anschaue (wie viele andere besorgte auch), wie sich Google immer mehr ausweitet.

Zum Gruppieren meiner Kontakte fiele mir noch einiges anderes ein. Hat noch wer Lust, sich da konkrete Gedanken zu machen?

Fernsehen

Uefa-Panne, Schweizer Fernsehen ist klar, Al Dschasira wie kommts?

Am liebsten wäre mir sowieso, die Sendungen wie in der Videothek auszuwählen. Die Mediatheken ( ZDF , ARD, ORF 😉 ) gehen da schon in die Richtung, vielleicht eingebunden in http://www.joost.com/whatsjoost.html oder http://www.getmiro.com/ ( http://zattoo.com/de ist imho nur ein Player ).

Dann kann ich auswählen, wann ich was sehen will. Bei einem interessanten Thema in den Nachrichten (aus Videocasts zusammengstellt, z.B: http://current.com/currenttv ) kann ich gleich nach passenden Dokus suchen. Oder Filmen, die ich dann auch wie in der imdb kreuz- und querverlinkt habe (Schauspieler, Team, Themen, Orte).

Bahnhofsdach

Beim Berliner Hauptbahnhof wurde damals das Dach nicht in voller Länge gebaut.
Angeblich um den Fertigstellungstermin vor der WM2006 halten zu können, auch Kostenersparnis soll ein Grund gewesen sein, dabei waren die Teile bereits massgefertigt und wurden halt eingelagert. Viel wurde im Endeffekt nicht gespart.
Es gab auch einen Prozess zwischen Architekt und Bahnchef. Auf das Urheberrecht (Eingriff in den Entwurf) hat Hr. Gerkan trotz Prozessgewinn aber nicht gepocht, dafür durfte er die Umgestaltung planen.

Irgendwann hat man festgestellt, daß das Dach zu kurz ist (oh Wunder), und die Fahrgäste der ersten Klasse im Regen stehen müssten (zum Glück sind die Waggons der ersten Klasse immer vorne, sonst hätte es wahrscheinlich eh keinen gekratzt) und eine Untersuchung gestartet, was man denn machen könne.

Jetzt soll beschlossen werden, das Dach doch zu verlängern: kostet mehr als 50 Mio Euro, 16 davon alleine für die Reorganisation des Fahrplans wegen der abzusehenden Sperre der oberen Gleise.

Warum nicht gleich? Zum Glück hat die Vernunft gesiegt, wird aber nicht so ablaufen, daß die Kosten dann der Bahnchef trägt. Mehdorns Image kann eh nix mehr schaden, denn ist erst der Ruf ruiniert, entscheidets sich völlig ungeniert.

Ich hoffe nur, daß uns sowas beim Wiener Hauptbahnhof erspart bleibt. Zum Glück fangen sie ja auch nach der EM an. Aber irgendwelche Gschichtln werden schon kommen, wär aber schön, wenn wirs mal wieder reibungslos hinkriegen.

Mehr Euro – weniger Europa?

Die Slowakei hat ab nächstem Jahr auch den Euro. Da kann der „Twin City Liner“ ja schon mal ein drittes Schiff bestellen.

Da die Iren den „Lissabon-Reformvertrag“ abgelehnt haben, ist „die EU“ jetzt ein bisserl ratlos, wie u.a. der Standard schreibt. Wundert mich auch nicht weiter, wenn sich die Minister erst zusammensetzen und sich was ausdenken und dabei ziemlich ausser acht lassen, daß man die Menschen in Europa vielleicht zuerst fragen könnte. Ich befürchte, daß es eher in die andere Richtung gehen wird: „wenn das Volk immer gegen unsere schönen und hart erkämpfen Beschlüsse ist, fragen wir halt besser gar nicht mehr.“ Dabei geht die irische Ablehnung des Reformvertrags meines Erachtens primär nicht gegen den Vertrag an sich, sondern gegen das Gehabe der Eruopäischen Bürokratie im Allgemeinen.

Somit find ich gut, daß das Wachstum etwas eingebremst ist, und sich die Organisation konsolidiert – nicht missverstehen: ich bin sehr dafür, daß sich das geographische Europa weitgehend mit dem politischen deckt. Aber der Riesenapparat müsste siich mal verschlanken und überlegen: „Was wollma eigentlich?“.
Die europäische Idee wird erst gelebt, wenn man die Menschen sie auch leben lässt und nicht von Brüssel aus bestimmt. Vielleicht brauchts auch einfach mehr Agilität in der Politik?

Bis dahin kann sich ja der Euro noch mehr ausbreiten, und wir brauchen uns nicht mehr so ums Wechselgeld zu kümmern.

Wörterbuch

Und: gestern alle den neuen Firefox runtergeladen? Auch schon installiert? Ich schon, und bin sehr zufrieden. Läuft wesentlich schneller – das kann aber bei mir auch daran liegen, daß einige Addons noch nicht mit Firefox 3 funktionieren und die somit ausgeschaltet sind. Die Gelegenheit, da gleich aufzuräumen, vieles geht ja jetzt von Haus aus.

Was ich aber gleich noch gemacht habe: Deutsches Wörterbuch, erweitert für Österreich 1.0.1. Das gibts hier. Werde ich dann gleich testen, obs lieber „Kaiserschmarrn mit Zwetschkenröster“ mag oder auch etwas Dialekt versteht: „Kaisaschmoan mit Zwetschgnresta“. Gibts schon Dialektwörterbücher für den Firefox? Wär spassig. Aber auch eine Irrsinnshockn, sollte ja nicht nur eine Rechtschreibprüfung sein ( das macht bei Dialekten eh wenig Sinn), sondern mehr eine Übersetzungshilfe.
Mal schauen, was es schon gibt.

Vielleicht bei janko.at und Ostarrichi.org anfragen? Dort ist die Schreibweise aber sehr unterschiedlich. Ich bin auch eher Anhänger der Schreibe, wie sie H.C.Artmann bei der „schwoazzn Tintn“ gepflegt hat.

Gibt ja fast nix, was es nicht schon gibt: Das „Institut für Österreichische Dialekt- und Namenlexika“ sammelt da schon, wie ich in der Wikipedia gelesen habe.

Firefox – Downloadday

Sicher habens schon alle mal gelesen, ich ja auch.
Da es heute soweit ist, gleich hier der Link zum neuen Firefox


Firefox 3 - heute herunterladen.

Download Day – Firefox 3 – deutsch

Am Besten gleich draufklicken, dann ist es erledigt. Wenns mal viel Action gibt, nochmal probieren.
Bin schon gespannt (hab die Beta nicht selber getestet, sondern nur die Berichte darüber gelesen). Klingt ja alles sehr vielversprechend.
Besonders interessant finde ich:

  • neue Lesezeichenverwaltung
  • neue Speicherverwaltung und schnelleres Javascript
  • bessere Tabs

So wie es aussieht, kann ich mir jetzt einige Addons ersparen. Das freut mich auch, denn ich hab Massen davon (gibt einfach so viele praktische). Werde hin und wieder auch berichten, wenn ich was Schönes gefunden hab für den dritten Fuchs.

Hier könnt Ihr auch schauen, von welchem Land am häufigsten heruntergeladen wird. In der Auswahl „Wählen Sie eine Region“ ist Österreich an letzter Stelle zu finden, das liegt an der englischen Sortierung. Ansonsten halt über die Weltkarte (Flashapplet).

Pfitschigogerln

EM ist für uns vorbei. Schauen wir, wie die anderen spielen. Nebenbei können wir ja ein bisserl Pfitschigogerln.

Das ist ja im Norden kaum bekannt. Dort kickern sie alle nur.
Neben dem „Wuzzler“ gibts ja auch noch Tippkick, Subbuteo und das von der DDR-Firma „Luda“ mit den Federn unter den Maxln (da muß ich noch ein paar Fotos machen, ich hab noch eins z’haus, sonst findet man bei ebay welche. Das ist nicht meins, das schaut nicht mehr so gut aus, dafür ist meine Kugel noch da und ich hab noch vier Ersatzspieler.).

Zurück zum Pfitschigogerl: In der Schule hatten wir hinten einen Tisch, der immer leer war. Da waren die Tore hochklappbar (am Rand angeklebt, damits dem Lehrer nicht gleich auffällt – manche habens eh gewusst und hätten wohl am liebsten mitgespielt). Statt Banden haben wir mit Out gespielt.
In der Pause dann: Mannschaft aus dem Spezialfach im Federpenal rausnehmen, Geodreieck in die Hand (manche haben ja auf die kleinen, biegsamen Plastiklinale geschworen) und los gings: Meisterschaften haben wir ausgefochten. Einer war dann sogar mal Vereinsspieler. Fänd ich mittlerweile auch reizvoll.

Pfitschigogerl sollte verbreitet werden in ganz Europa.
Nur Vorteile:

  • variable Spielfläche möglich,
  • wenig Material notwendig, kann auch spontan zusammengestellt werden
  • mobil -> Iphone statt Geodreick?

„Public Viewing“ oder sagt wer „Rudelgucken“?

Mir ists bis jetzt ganz entgangen, aber letztens hab ich aufgeschnappt: Public Viewing ist einer der Scheinanglizismen wie „Handy“. Eigentlich gehts dabei um die sog. Leichenbeschau. Die Aufbahrung, bei der Angehörige und Trauernde den Verstorbenen das letzte Mal vorm Begräbnis sehen können.

Die Aufbahrungshallen am Zentralfriedhof wären dann wohl das eigentlich grösste „Public-Viewing“ in Europa.

Das wäre eine Erklärung („Selbsterfüllende Prophezeiung“ durch freudschen Übersetzerfehler), warum oft nicht so viel los ist, wie hier und hier beschrieben wird.

Aber ob sich „Rudelgucken“ durchsetzen kann? So will es „1 Live“ genannt haben. Da gibts doch sicher bessere österreichische Begriffe, oder?

Und bei mir bleibt die Verwunderung, wie Anglizismen etabliert werden können, die eine so andere Bedeutung haben.

Nicht schon wieder diese Stadt.

Jedesmal wenn Österreich gegen Deutschland spielt, wird irgendwann C…… erwähnt. Das ist ja fast auf den Tag genau 30 Jahre her. Ich kanns schon nicht mehr hören.

Schon alleine deswegen hoffe ich, daß Österreich am Montag gewinnt; dann heisst es die nächsten 30 Jahre „Wien“. Und ich kann drei Tag lang (mindestens) hier mit einem Grinser durch die Stadt gehen. Hoffe, das schmerzt dann nicht irgendwann in den Wangen.

Am Rathausplatz wirds am Montag auch wieder voll, Lilly. Beim Wirtn reservierts besser.

Endlich im Radio

Gerade (endlich) wieder mal ein wunderbares Stück Klassik gehört (ist mir in der Früh meist lieber als die aufgeregten Happinessmoderatoren). Einem Freund, der früher bei RadioCD die Morgensendung moderiert hat, wollten wir ja immer einreden, daß er die Sendung mehr auf Morgenmuffel anlegt. Ist viel glaubwürdiger und gut gegrantelt ist witziger als krampfhaft gescherzt. Hätt ihm schon gefallen, aber ich glaub, der Chef war nicht zu überzeugen. Mittlerweile ist der Freund auch beim ORF und macht dort nicht Radio, Der ist es nicht, aber kennt ihn vermutlich. (schön, so alte Geschichten zu lesen).

Zurück zum heutigen Klassikradio (MDR wars): Aufmerksam gelauscht am Ende, um zu hören, wie das so bezirzende Stückchen genannt wird: nix. Kein Mucks, kein goanix. Grummel. Werbung, bääh.
So brauchen sie sich nicht wundern, wenn alle aufs Internet abwandern. Weitergrummel. Bei Last.fm (um nur den bekanntesten hervorzuheben) weiss ich es gleich und wenns mir besonders gut gefällt, kann ich es mir gleich bestellen.
Nur gut, daß es das Web gibt und die meisten wenigstens online eine Titelliste haben:
Finale. Presto agitato (4), aus: Sinfonie Nr. 2 d-Moll, op. 42 von Georges Onslow
Gespielt vom Radio-Philharmonie Hannover des NDR, veröffentlicht auf: „c p o“, Symphonies 2 & 4
Bestellnummer (TTNR): 999738-2

Na, is ja alles beinand. Die Bestellnummer hätten sie verlinken können. Ah, vermutlich, weil die bei jpc (zu denen c.p.o gehört) eine andere haben. Hier ists richtig. Seltsam.

Beim britischen Amazon hab ichs auch gefunden, da sind die einzelnen Stücke richtig angeschrieben und nicht nur durchnummeriert: Hörbeispiel erste Minute, das Beste – die fetzigen, antreibenden Geigen sind leider nicht dabei. So such ich mir halt ein Plattengeschäft. Hat ja auch sein Gutes.

Und gleich noch meine morgendliche (ungeprüfte) Kreativität loslassen:
bei den Internetradios (diese Kästchen, die Radio übers Internet abspielen, Erfahrungsbericht, ein Test war im c’t 9/08, Seite 124, und auch immer wieder welche beim Webrauschen) eine Taste „Wunschliste“ einbauen. Da wird dann die Trackinfo, die hoffentlich mitgesendet wird, abgespeichert und kann dann abgerufen werden und an den Plattenhändler meines Vertrauens geschickt werden, bzw. nur das geliebte Stück heruntergeladen werden.